1. Mai und 8. Mai und Deutschlands Ruf nach Sonnenschein

„DAS LIED VON DER EINHEITSFRONT

Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum braucht er was zu essen, bitte sehr!
Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt,
das schafft kein Essen her.

Drum links, zwei, drei!
Drum links, zwei, drei!
Wo dein Platz, Genosse, ist!
Reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront
Weil du auch ein Arbeiter bist.

Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum braucht er auch noch Kleider und Schuh‘.
Es macht ihn ein Geschwätz nicht warm
und auch kein Trommeln dazu.

Drum links, zwei, drei …

Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum hat er Stiefel ins Gesicht nicht gern.
Er will unter sich keinen Sklaven sehn
und über sich keinen Herrn.

Drum links, zwei, drei …

Und weil der Prolet ein Prolet ist,
drum wird ihn kein anderer befrein,
es kann die Befreiung der Arbeiter
nur das Werk der Arbeiter sein.

Drum links, zwei, drei …

Text:  Bertolt Brecht          Musik:  Hanns Eisler
(…) Das Einheitsfrontlied entstand Ende 1934

ZITIERT von http://erinnerungsort.de/einheitsfrontlied-_112.html

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Ebenso aus dieser Zeit stammt der geschichtsträchtige Aufruf, den ich hier in Auszügen ZITIERE von http://www.mlwerke.de/th/1931/th311121.htm

Aufruf des Zentralkomitees (ZK) der KPD vom 29. November 1931

Schmiedet die rote Einheitsfront!

  • “ (…) Wir sagen den Arbeitern: der Faschismus beginnt nicht, wenn Hitler kommt, er hat längst begonnen. Wir sagen den Arbeitern, gegen eine zukünftige, noch offenere und skrupellosere Form der kapitalistischen Diktatur kann man nicht kämpfen, indem man heute den Kapitalismus schont, toleriert, unterstützt, sondern indem man in jeder Stunde den Hauptstoß gegen die tatsächliche Diktatur der Bourgeoisie und ihre entscheidenden Stützen richtet!
  • (…) Der Übergang der Bourgeoisie von der verschleierten Diktatur hinter der demokratischen Fassade zur offenen und unverhüllten vollentfalteten faschistischen Diktatur — ein Wechsel in den Methoden, nicht im Klasseninhalt — kann nur erfolgen, wenn die Bourgeoisie bei dieser Verschärfung ihres Angriffs Massen der werktätigen Bevölkerung und auch Massen des Proletariats in ihre faschistische Front einzureihen vermag.
  • (…) Die Kommunistische Partei kennt kein Parteiinteresse, das neben dem Klasseninteresse des Arbeiters steht. Ihre »Parteipolitik« ist Politik der Arbeiterklasse. (…) Denn wir waren, wir sind, und werden es immer sein, was Karl Marx und Friedrich Engels im »Kommunistischen Manifest« aufzeigten: die Avantgarde des Proletariats, die kein anderes Ziel kennt, als das Klassenziel des Proletariats und die diesem Klassenziel alle Teilinteressen und Sonderinteressen unterordnet. (…) daß der Ruf nach der roten Einheitsfront für die KPD keine »Parteisache« ist, sondern Politik der Klasse, Politik des Proletariats! 

Der Blogbeitrag entstand in Weiterführung des Artikels https://antikriegspartei.wordpress.com/thema/horen-lesen-verstehen-und-handeln/