Zur individuellen Interessenlage und der Souveränität des Denkens

Jeder tut, was er tun muss: Redet oder schweigt, klagt an oder leidet, begreift sich als selbstbestimmtes Wesen oder belässt die Verantwortung für sein Leben bei anderen.

Am Beispiel des Themas Zigarrenkonsum bemerkte Marx einst, dass man die Interessen der Menschen zur Kenntnis nehmen muss. Sie, meine Mitmenschen, sind für mich weder Subjekt noch Objekt eigener Handlungen. Sie können mir in ihrem Tun und Lassen lediglich zur Anschauung dienen, das Dasein auf dieser Welt in seinen Zusammenhängen besser zu verstehen.

Ich bin immer nur ein Einzelner von vielen mehr oder weniger unabhängig voneinander agierenden Individuen, die ihre persönlichen Bedürfnisse befriedigen. Erfahrungsgemäß gelingt dies mehr oder weniger gut in Abhängigkeit von u.a. dem Entwicklungsstand der Produktivkräfte und den gegebenen Eigentumsverhältnissen an den Produktionsmitteln. Jedoch:

„ (…) Die Kommunisten predigen überhaupt keine Moral … Sie stellen nicht die moralische Forderung an die Menschen: Liebet Euch untereinander, seid keine Egoisten usw.; sie wissen im Gegenteil sehr gut, dass der Egoismus ebenso wie der Altruismus eine unter bestimmten Verhältnissen notwendige Form der Durchsetzung der Individuen ist. Die Kommunisten wollen also keineswegs, … den ‚Privatmenschen‘ dem ‚allgemeinen‘, dem aufopfernden Menschen zuliebe aufheben …“ K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 229.“

ZITIERT von http://www.marx-forum.de/marx-lexikon/lexikon_m/menschenrecht.html

Und da ist es wieder, das erfrischende Beschreiben der Realität durch die  Klassiker des Marxismus-Leninismus VOR ihren gesellschaftswissenschaftlichen Schlussfolgerungen, die uns Kommunisten noch heute den Weg weisen.

Während ich dies schreibe, höre ich  „Das Elend mit der Kritik am Faschismus“ (https://www.youtube.com/watch?v=FWkLVqTLiZ4) – Ein Vortrag von Prof. Huisken, über den ich lesen kann „Freerk Huisken ist mit der Zeitschrift GegenStandpunkt verbunden und vertritt einen marxistischen Standpunkt, der das Denken eines Menschen als immer selbstständig und daher jeden Menschen als zur Kritik fähig ansieht.“ (ZITIERT von http://de.wikipedia.org/wiki/Freerk_Huisken).

Der Themenbogen schließt sich mit der NOTWENDIGKEIT, die jedem Menschen angeborene Fähigkeit zu DENKEN, individuell und gegenseitig zu erkennen, zu schulen, zu fördern und mit wechselseitigem Respekt zu belohnen.

Meines Erachtens kann sich nur auf auch dieser Grundlage die Kraft der Arbeiterklasse entwickeln, die nötig ist, um die ihnen angelegten Ketten infolge der  Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu sprengen und sich aufzumachen in eine Zeit, in der jeder freiwillig entsprechend seinen Fähigkeiten gibt und nach seinen Bedürfnissen nehmen kann.

Abschließend empfehle ich diese Seite http://www.marx-forum.de/marx-lexikon/lexikon_d/denken.html, dem folgendes Zitat entstammt:

„ (…) Mit anderen Worten: Die Souveränität des Denkens verwirklicht sich in einer Reihe höchst unsouverän denkender Menschen; die Erkenntnis, welche unbedingten Anspruch auf Wahrheit hat, in einer Reihe von relativen Irrtümern; weder die eine noch die andere kann anders als durch eine unendliche Lebensdauer der Menschheit vollständig verwirklicht werden.“ F. Engels, Anti-Dühring, MEW 20, 80.

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