Abrüstung ist das Gebot der Stunde

Nun, ich gehöre nicht zu den Menschen, die in ihrem Hirn einen überdurchschnittlich großen Speicher an Daten, Fakten, Zitaten, lexikalischem oder sonstigem Wissen anlegen können. Interessiert mich ein Thema, reihen sich lediglich eigene Gedanken aneinander und ich recherchiere begleitend nach Informationen, die mich im eigenen Erkenntnisstand stützen. Immer wieder erstaunt beende ich dann diesen Tagesabschnitt kreativer Arbeit mit einem inneren frohen „AHA“.

Heute nun wurde ich angeregt durch den mit „Abrüstung ist das Gebot der Stunde“ überschriebenen Artikel in der aktuellen online-UZ-Ausgabe, fand den Originalbeitrag im Netz (http://www.ag-friedensforschung.de/bewegung1/ostermarsch2015/koop-baf.html) und das AHA wurde erzeugt durch den Fakt, dass das Rüstungsmisterium nach dem Sozialhilfeministerium mit dem zweitgrößten Posten im Bundeshaushalt bedient wird.

Boah ey – aber ja, SO ist es: Und es ist NÖTIG so für diesen Staat, dem Machtinstrument der Bourgeoisie. Und dann kommt mir doch eines der Zitate in den Sinn, die mich seit meiner Jugend begleiten, und dann bin ich wieder bei der Notwendigkeit von Bildung, denn wenn wir für uns und unsere Nachkommen ein Leben in Menschenwürde und Frieden wollen, dann müssen wir wissen, wie’s geht.

„Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden;

  • 20 Prozent, es wird lebhaft;
  • 50 Prozent, positiv waghalsig;
  • für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß;
  • 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert,

selbst auf Gefahr des Galgens. (…)“ (P. J. Dunning – zitiert von K. Marx in einer Fußnote in „Das Kapital“, AnpunktHervorhebung durch den Autor))