DANKE für dieses gelungene auftaktseminar :)

Wir waren zu sechst eineinhalb Stunden ins Gespräch verwickelt und gingen mit der einhelligen Meinung auseinander

  • am kommenden „zweiten Mittwoch im Monat“, das ist der 13. Mai, in Erkner ein weiteres Bildungsseminar stattfinden zu lassen
  • den Teilnehmern sollten keine Kosten für die Raumnutzung enstehen
  • Themenberatung und Anmeldung der Teilnahme erfolgt direkt über den Veranstalter der Bildungsseminare per Email an antikriegspartei@web.de.

Einhellig trafen die Zeilen 396 und 397 des Entwurfs zum Leitantrag das Interesse der Gruppe. Diese lauten:

„Freiheit der Diskussion, Einheit in der Aktion – dies ist eine Bedingung dafür, dass der Meinungsstreit mittels des Kriteriums der Praxis zu Erkenntnisfortschritten führen kann.“

Es wurden Zusammenhänge zu verschiedenen Abschnitten der Artikel 2 und 3 des Statuts der DKP herausgearbeitet und diskutiert. Ich bin sehr froh, erlebt zu haben, dass es bei durchaus vorhandenen Meinungsverschiedenheiten zu keiner Fraktionsbildung oder persönlicher Ausgrenzung kam. Nachfolgend nun einige Passagen (gekürzt) der Artikel 2 und 3 die besondere Beachtung durch persönliche Interpretationen fanden.

  • Mitglieder haben das Recht, Kritik an Beschlüssen, Gremien und Mitgliedern der Partei zu üben (…)
  • Jedes Mitglied hat die Pflicht am Leben und der Arbeit seiner Parteigruppe (…) entsprechend seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten teilzunehmen (…) sowie die Beschlüsse der Partei anzuerkennen und nach Kräften bei ihrer Umsetzung mitzuwirken.
  • Jedes Mitglied soll sich Kenntnisse des wissenschaftlichen Sozialismus aneignen, die Publikationen der Partei, insbesondere die Zeitung der Partei lesen und verbreiten (…)
  • (…) Grundsatz (…) gemeinsames Handeln (…) Stärke der Partei (…) Das erfordert: engere Einbeziehung aller Mitglieder in die Vorbereitung (…) sowie in die Entscheidungen selbst (…)
  • Kommunistinnen und Kommunisten halten die innere Ordnung der Partei als für jedes Mitglied verbindlich. Sie verstehen die Bildung von Fraktionen, d.h. Gruppen mit eigener Disziplin, eigenen Strukturen und politischen Plattformen als Gefahr für den Bestand der Partei.
  • (…) treten dafür ein, dass ihr innerparteiliches Leben bestimmt wird durch (…) persönliche Verantwortung des einzelnen Mitglieds (…)

Weiterführend gebe ich nun Äußerungen verschiedener Teilnehmer aus der Diskussion als Gedächtnisprotokoll wieder, die ich persönlich als inhaltliche Essenz der Veranstaltung betrachte:

  • Was ich in dem halben Jahr, seit ich in dieser Parteigruppe dabei bin, in die Spur gebracht habe, habe ich mein ganzes Leben noch nicht vollbracht.
  • Ich will begreifen, warum die DDR kaputt gegangen ist und lernen, was besser zu machen ist, damit uns das nicht nochmal passieren kann.
  • Wir müssen uns die Zeit nehmen, um zu diskutieren, dies kann nicht nebenbei passieren.
  • Wer unterlegen ist in einer Diskussion, sollte das auch akzeptieren. Denn er wird ja deswegen nicht aus der Gruppe ausgeschlossen und sollte nächstens wieder solidarisch gemeinsam Gruppenbeschlüsse umsetzen.
  • Beschlüsse müssen bekannt gemacht werden und jederzeit durch jedermann nachlesbar sein.
  • Wer sagt *ich setze Parteibeschlüsse nicht um* – das geht gar nicht!
  • Wir müssen uns für den Klassenkampf stärken und dürfen uns nicht innerparteilich zerfleischen.
  • Auch bei uns in der Partei finden wie im Leben überhaupt, prinzipiell die gleichen Prozesse im Großen wie im Kleinen statt.
  • Lasst uns im Schulterschluss nebeneinander stehen – anstatt mit aggressivem Gehabe gegeneinander zu agieren!
  • Jeder Mensch entfaltet größte Kraft, wenn er in seinem Tun gewürdigt wird!